Inhalt

Vorbereitung
Projekteröffnung
Aufgabenbearbeitung
 

Auswahl der zu unter-
suchenden Betriebe
  Pilotuntersuchungen
  Checklisten
 

Internationaler Warn-
und Alarmplan Kura


Meilensteine/
Information


Internationale
Hauptwarnzentralen

Ergebnisse

  Kontakt

     
       

Länderübergreifende Zusammenarbeit zur
Störfallvorsorge im Kura-Flusseinzugsgebiet

05/2003 – 12/2006


 
Aufgabenbearbeitung
 

1. Auswahl der zu untersuchenden Betriebe  

Seit der Eröffnung des Projektes im Juni 2003 wurde gemäß dem Arbeitsplan durch die lokalen Experten die Zusammenstellung der Ausgangsinformationen zum Thema Störfallvorsorge in den jeweiligen südkaukasischen Ländern sowie die erste Erfassung des Störfallpotentials im Flusseinzugsgebiet Kura durchgeführt.

Ausgangsinformationen betrafen folgende Einzelthemen:

 
  • vorhandene Warn- und Alarmpläne oder vergleichbare Regelwerke
  • Alarmpläne
  • Sicherheitsberichte
  • Interne Notfallpläne
  • Externe Notfallpläne
  • Konzepte zur Verhütung von Unfällen
  • vorhandene existierende Meldezentralen oder vergleichbare Einrichtungen
  • vorhandene Datenbanken/
    - sammlungen über die Betriebe.

Diese Arbeiten und die Erfassung der Einzelbetriebe erfolgten mit Hilfe von speziell zu diesem Zweck entwickelten Formblätter. Dabei erfolgte die Informationssammlung direkt über die zuständigen staatlichen Einrichtungen, so dass zahlreiche Vor-Ort Befragungen vermieden werden konnten. Die zusammengestellte Information wur de Ende Dezember der Projektleitung übergeben. Diese Materialien dienen der anschließenden Auswahl geeigneter Untersuchungsbetriebe.

Im Ergebnis der Projektarbeiten zur Erfassung der Industriebetriebe mit hohem Wassergefährdungspotenzial wurden von jedem südkaukasischen Land drei Betriebe für weitere Pilotuntersuchungen identifiziert und vorgeschlagen. Diese Betreibe umfassen die Branchen Textilverarbeitung, Erdölverarbeitung, Energieversorgung, Chemische Industrie, Erzaufbereitung und Karosserie- und Waggonbau :

   
  • Aserbaidschan

Textilfabrik (Flüsse – Alasani/ Kura)
Erdölverarbeitung
Wasserkraftwerk (Fluss Kura)
 

 

  • Armenien

Chemisches Kombinat (Fluss Razdan – Araks)
Chemisches Kombinat (Flüsse Debed – Kura)
Erzanreicherungskombinat (Flüsse Debed – Kura)

 

 
  • Georgien

Chemische Fabrik (Fluss Kura)
Bahnausbesserungswerk (Fluss Kura)
Erzanreicherungskombinat (Flüsse Maschawera – Kura)

 


Im Mai 2004 fanden Modelluntersuchungen der ausgewählten Betriebe anhand der vom UBA übergebenen Checklisten für die Untersuchung und Beurteilung des Zustandes von Industrie-Anlagen statt. Die Fortführung dieser Arbeiten erfolgt durch die lokalen Experten der südkaukasischen Länder.

   

 

2. Pilotuntersuchungen

Die Untersuchung ausgewählter Betriebe (drei Betriebe pro Land) anhand der vom UBA übergebenen Checklisten für die Untersuchung und Beurteilung des Zustandes von Industrie-Anlagen wurde nach folgendem Ablauf durchgeführt.

  • Information und Schulungen im Hinblick auf die Checklistenverwendung,
  • Modeluntersuchungen (gemeinsam mit einem deutschen Sachverständiger nach § 19 des WHG),
  • Auswertung und Diskussion der Modeluntersuchungen,
  • Erstellung der Musterberichte und Formulierung von Empfehlungen für sicherheitstechnische Maßnahmen,
  • Pilotuntersuchungen der ausgewählten Betriebe durch die lokalen Experten,
  • Erarbeitung der Berichte und der Empfehlungen für sicherheitstechnische Maßnahmen,
  • Präsentation der Ergebnisse während der Arbeitstreffen,
  • Diskussion und Empfehlungen zur Anpassung von Checklisten.

Bei der Auswertung der Betriebsuntersuchungen wurde festgestellt, dass die Betriebe ein sehr niedriges Niveau der Anlagensicherheit haben. Allerdings hängt dies mit den ökonomischen Bedingungen zusammen. Die Leiter und Mitarbeiter waren sehr bemüht, uns zu demonstrieren, dass die früher geforderten Sicherheitsbestimmungen ihnen wichtig und bekannt sind.

Es kann bewertet werden, dass alle Betriebe in Papierform ihre betrieblichen Notfallpläne haben und ständig aktualisieren. Jedoch nur bei größeren Betrieben, die noch in sowjetischer Zeit eine strategische Bedeutung hatten, werden noch Bereitschaftsdienst und Übungen durchgeführt.

Die Berichte über die Betriebsuntersuchungen und die empfohlenen Maßnahmen zur Erhöhung der Anlagensicherheit liegen in russischer Sprache beim UBA auf einer CD vor.

   

 

3. Checklisten

   

Im Rahmen des Projektes werden Checklisten erarbeitet, die in das vorhandene, vom UBA entwickelte Paket von „Checklisten zur Untersuchung und Bewertung des Zustandes von Industrieanlagen mit wassergefährdenden Stoffen und Zubereitungen“ aufgenommen werden. Es handelt sich in unserem Fall um die Checklisten für Industrielle Absetzbecken (IAA) und Checkliste für die Stilllegung der Betriebe.

Für die neu zu entwickelnden Checklisten werden zunächst in Analogie mit den Empfehlungen der IKSR/E spezifische auf die konkreten Anlagen ausgerichtete Empfehlungen hinsichtlich der Anforderungen an das Niveau der Anlagensicherheit erarbeitet. Mit den Checklisten werden die für den Gewässerschutz bedeutenden Sachverhalte in den Anlagen erfasst. Die Checklisten entsprechen hinsichtlich ihrem strukturellen Aufbau und dem fachlichen Inhalt diesen v. g. Empfehlungen.

Der Entwurf der Checkliste für IAA wurde mit den Fachleuten der südkaukasischen Ländern, Ukraine, Deutschland und Österreich umfassend diskutiert. Alle relevanten Hinweise und Empfehlungen der Fachleute wurden in die vorliegende Fassung eingearbeitet. Im September wird die Checkliste IAA bei der 32 nd Meeting of the APC Expert Group of the ICPDR präsentiert.

Die Checkliste für die Stilllegung der Betriebe wird zurzeit erarbeitet. Das grundsätzliche Vorgehen wurde im Oktober 2004 bei Internationalen Arbeitstreffen in Eriwan und der 1. Entwurf der Checkliste im Juli 2005 im Rahmen des Internationalen Informations- und Schulungsseminars in Baku vorgestellt und diskutiert.

 

4. Internationaler Warn- und Alarmplan Kura

Die Präsentation des 1. Entwurfes des IWAK fand im Rahmen des Internationalen Informations- und Schulungsseminars „Warn- und Alarmpläne in europäischen länderübergreifenden Flussgebieten“ im Juli 2005 in Baku statt. Die bei der Diskussion erfolgten Hinweise und Ergänzungen der Fachleute wurden in der nachfolgenden Zeit bereits eingearbeitet und der 2. Entwurf des IWAK im August an die beteiligten Experten in südkaukasischen Ländern zur Durcharbeit, Redaktion und Diskussionsvorbereitung übergeben .

Darüber hinaus wurde der erste Vorschlag für die Durchführung einer Alarmübung erarbeitet und ebenso an die Projektpartner zur Durchsicht gesendet. Die Dokumente sind zurzeit in der Abstimmungsphase.

 

   
     


 
Downloads
(PDF-Format)

Newsletter 02/2004
(129 KByte)
Betriebs -/ Anlagenuntersuchungen
(886 KByte)
Fotos

Checklisten:
CL Sicherheit Industrieller absetzanlagen
(119 KByte)
Empfehlungen zu den Checklisten
(17 KByte)
CL dauerhafte Stilllegung der Betriebe
(60 KByte)
CL vorübergehende Stilllegung der Betriebe
(65 KByte)
   

Links

Ergebnisse des UNECE-Workshops
Hintergrundpapier Eriwan, 2003
UBA Anlagensicherheit
Warn- und Alarmplanung für das Einzugsgebiet des Neman / Nemunas